| Die Bautätigkeit des Klosters Polling l. Anspruch und Wirklichkeit
Lange glaubten wir zu wissen, wie unser ehemaliges
Augustinerchorherren- Stift zum Zeitpunkt der Säkularisation
ausgesehen hatte. Liegen doch zahlreiche Stiche aus dem 18. Jahrhundert
vor, die uns ein angeblich getreues Abbild der Anlage bis in alle
Einzelheiten liefern. Neben dem bekannten großformatigen
Kupferstich von J.B.A. Wenzl und J.B. Gutwein (1732) mit der Ansicht
des letzten Klosterneubaues gibt es weitere Darstellungen des Stifts
auf Wallfahrtszetteln, Andachtsbildern und Schabkunstblättern. Das
Kloster selbst hatte einst eine reiche Produktion von Kupferstichen in
Auftrag gegeben, um die Verherrlichung des Heiligen Kreuzes, des
Reliquienschatzes und der sog. „Achbergmadonna" zu fördern
und den Wallfahrtsbetrieb zu heben.
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Kloster Polling 1732
Der Heimatverein Polling besitzt eine stattliche graphische Sammlung
mit Pollinger Motiven, die durch eine großzügige Stiftung
von Heinrich Stoll aus dem Nachlass seines Vaters Ludwig (1890 - 1982)(1)
im Jahre 1998 eine bedeutende Erweiterung erfuhr. Im Bestand des
Heimatmuseums, im Kloster Polling und im Apfeldorfer Pfarrhof befinden
sich zudem Gemälde, die einen lebensechten und farbigen Eindruck
davon vermitteln sollen, wie prächtig Kloster Polling einst war.
Dieses reiche...Kloster Polling, 1732; Kupferstich von J.B.A. Wenzl und J.B. Gutwein Heimatmuseum Polling (1) Ludwig Stoll war langjähriger Pfarrmesner und Betreuer des örtlichen Heimatmuseums. Zeitlebens sammelte er privat und für das Museum ortsgeschichtliche Literatur, Graphik und sonstige Zeugnisse der klösterlichen und dörflichen Vergangenheit seiner Heimatgemeinde Polling. |