Über die
Bestattungssitten der Pollinger Neolithiker haben wir einstweilen noch
keine sichere Kenntnis, da Gräber mit entsprechenden Beigaben
(etwa von Pollinger Feinkeramik) noch ausstehen; immerhin wäre
es
möglich, daß ein nahe westlich der Siedlung in den
gewachsenen Tuff eingetieft gefundenes menschliches Skelett, ein in
Ostwest-Richtung liegender Hocker, zu der Siedlung gehört hat;
Beigaben wurden nicht beobachtet. Es stammt von einem erwachsenen Mann,
dessen lange Extremitätenknochen nicht vollständig
erhalten
und daher auch nicht meßbar sind. Deshalb kann seine
Körpergröße nicht ermittelt werden. Wenn
die bereits
erwähnte Bestattung von Polling tatsächlich in die
Pollinger
Gruppe gehört, dann haben deren Angehörige ihre Toten
unverbrannt, auf dem Rücken liegend und mit zum
Körper hin
angezogenen Beinen zur letzten Ruhe gebettet.

Der Kopf des Pollinger
Toten lag im Osten, seine Beine wiesen nach Westen.
Von den zur Zeit bekannten ca. 270 jungsteinzeitlichen Siedlungen ist
keine allgemein gültige Bestattungsform bekannt. Eine
Möglichkeit wäre, daß die Toten
zunächst über
dem...