![]() Kaiser
Heinrich II. wurde 1146, seine Gemahlin Kunigunde im Jahr 1200
zur Ehre der Altäre erhoben.
In
der Pollinger Stiftskirche
erwählte man diese beiden Heiligen als Assistenzfiguren
für
den Tabernakel auf dem Hochaltar.
(gefertigt von Job. Bapt. Sträub, 18. Jh.)
Bei soviel ,Heiligkeit' und sakraler Würde müssen wir
dennoch
etwas ketzerisch fragen: Warum hat Heinrich dazu König werden
müssen? Weshalb hat nicht schon der Bayernherzog in seinem
Machtbereich eine solche Wiederbelebung der Kirche vorgenommen? Es ist
ja bekannt, daß der kirchenpolitische Reformeifer Heinrichs
nicht
von ungefähr stammte, sondern bereits sein Vater, Heinrich d.
Zänker, Anstalten in diese Richtung unternahm. Bekannt ist
ebenfalls, daß der Herzog von Bayern um die Jahrtausendwende
eine
enorme, fast königsgleiche Machtstellung innehatte. Die
Quellen
sprechen von einer vizeköniglichen Geltung der bayerischen
Liudolfinger, von Bayern als einem „ducatus monarchia", von
seinem Herzog als einem ,regalis dux".3A Und genau dort liegt auch der
Grund für Heinrichs...
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