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Die Ortsgeschichte von Etting

Das seit 1978 im Zuge der Gebietsreform eingemeindete Etting liegt 5 km südlich von Weilheim an der B2 und auf ca. 600 m Meereshöhe. Mit knapp 400 Einwohnern und 618,8 ha Flur ist Etting der kleinste Gemeindeteil. Geprägt wurde die schöne Landschaft durch die Wurm- und Nacheiszeit.
Die älteren Schichten wie Molasse und Tertiär sind von einer 50 m mächtigen grundwasserführenden Kies- und Schotterschicht überdeckt. Aus diesem reichlichen Grundwasservorkommen entspringt der „Ettinger Bach" südlich des Dorfes, fließt aber dann als „Tiefenbach" (im Mittelalter „Teufenbach") nach Polling. Noch vor vielen hundert Jahren reichte der aufgrund einer Geländeschwelle aufgestaute Pollinger Jakobsee bis nach Etting, wie auch in einer Topographie von 1568 beschrieben: "Etting prope lacum" = Etting am See. Durch das kalkreiche Ettinger Wasser entstand auch der berühmte Pollinger Tuff an einer Überlaufstelle des Sees. Dort fand sich auch der Beweis, dass die Gegend schon rd. 3500 v.Chr. besiedelt wurde.
Durch Hügelgräberfunde urn St. Andrä steht fest, dass ab 2000 v.Chr. Menschen dort sesshaft wurden. Das älteste Etting lag im Umfeld der Andreaskirche, was auch Artefakte von römischen Gräbern darlegen. Das heutige Etting und sein Name entstanden Mitte des 6. Jahrhunderts als eine Sippe des Alemannen Oto sich hier niederließ. Denn zu dieser Zeit strömten germanische Volksstämme in das Gebiet zwischen Donau und Alpen.
Der Name Etting leitet sich wie folgt ab:
Otinga ll.Jh. - Otingen 12. Jh. -Oetingen Anfang 13. Jh. - Oeting - Etting.
Die zwei Kirchen St. Michael (16. Jh.) und St. Andrä (18. Jh.) sind Ettings optische Mittelpunkte - besonders St. Andrä ist weitum als idyllische Hochzeitskirche bekannt.
Bis 1804 fand an der St. Andräkirche ein Markt statt, den der Weilheimer Magistrat übernahm und welcher noch heute jeden 1. Adventssonntag in Weilheim abgehalten wird.

Das heutige Bild Ettings ist noch sehr stark von der Landwirtschaft geprägt, aber auch gewerbliche Ansiedlungen in vielseitiger Form finden sich in dem kleinen Dorf. Durch die Renovierung der „Alten Schule", welche schon länger als Dorfgemeinschaftshaus dient, haben die Ettinger Vereine wieder einen Punkt, um kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen durchführen zu können. Vor einigen Jahren wurden Ettings Häuser mit Tafeln versehen, auf denen der Hausname und die Historie des jeweiligen Gebäudes festgehalten wurde, um jedem, der das Dorf besucht einen kleinen Einblick in die Geschichte zu gewähren.

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